Netzwerk Bürgerbus formiert sich

Grosser Zulauf beim 7. Meckenbeurer Energie- und Mobilitätstag

Bei hochsommerlichen Temperaturen hat die Schussengemeinde am letzten Augustsonntag wieder ihr Bahnhofsfest mit Energie- und Mobilitätstag gefeiert. Auch das Projekt Stadtradeln wurde dabei eröffnet. Drei Wochen lang sammeln die Meckenbeurer nun wieder Kilometer und radeln für ein gutes Klima.

Schon morgens konnte Bürgermeister Andreas Schmid viele Gäste, Aussteller und Vertreter der politischen Parteien begrüßen und die verkehrspolitische Gesprächsrunde zu den Themenfeldern B 30, E-Mobilität, Elektrifizierung Südbahn, ÖPNV im ländlichen Raum und Bürgermobil eröffnen. Neben Bürgermeister Andreas Schmid standen die Bundestagskandidaten Lothar Riebsamen (CDU), Markus Böhlen (Die Grüne), Leon Hahn (SPD), Claudia Haydt (Die Linke), Christian Steffen-Stiehl (FDP), sowie die EU-Abgeordnete Maria Heubuch (Die Grünen), Landtagsabgeordnete August Schuler (CDU) und Claus Hoher (FDP) sowie bodo-Geschäftsführer Jürgen Löffler auf dem Podium. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von  Bernhard Schultes vom Netzwerk Oberschwaben.

 „Es gibt noch viele Fragestellungen zum Thema Elektromobilität hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und Sicherheit, hierzu brauchen wir für die Zukunft klare Antworten und zukunftsgerichtete Angebote“, sagte Bürgermeister Schmid und blickte auf Meckenbeuren als  Mobilitätsgemeinde mit allen Vor- und Nachteilen. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen schaffen hinsichtlich der Infrastruktur und Finanzierung, waren sich die Teilnehmer einig.  Mit Anschubprojekten sollten neue Technologien gefördert und insgesamt der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) weiter gestärkt werden. Das Thema Mobilität werde von vielen auch als Chance gesehen,  die Elektromobilität könne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Elektrifizierung der Südbahn wurde auf den Weg gebracht und hinsichtlich der Trasse B 30 neu wurde ein Konsens gefunden, außerdem steht die B 30 neu in der Priorität der Region an der Spitze, erinnerte Bürgermeister Schmid.

 „Mit 25 000 Fahrzeugen täglich ist die Belastung der Bevölkerung zu groß, deshalb müssen wir die B 30 neu als das Projekt der Region ansehen, planen, finanzieren und auch bauen“, betonte das Gemeindeoberhaupt. Die Mobilität im ländlichen Raum funktioniere anders als in Metropolen, deshalb seien andere Konzepte und eine andere Förderung, insbesondere in den Flächengemeinden, notwendig.

Im Rahmen des Energie- und Mobilitätstages stand auch das Thema Bürgerbus im Fokus. Zum Startschuss des „Netzwerk Bürgerbus“ waren verschiedene Akteure, welche sich für einen Bürgerbus in ihren Gemeinden stark machen, eingeladen. 16 Akteure aus 6 Kommunen haben Erfahrungen gemeinsam mit Tugba Altinok von Bodo ausgetauscht. Die Rückmeldungen zeigen, dass es Bedarf für einen Erfahrungsaustausch gibt. Bernadette Pahn, Ansprechpartnerin Bürgermobil im Rathaus Meckenbeuren, stellt fest: „Alle Kommunen haben verschiedene Rahmenbedingungen und benötigen ein eigenes Konzept“. Deshalb sollen weitere Treffen stattfinden um voneinander zu lernen und die Bürgermobile in der Region weiter zu entwickeln.

Fotos & Text: C. Ehmann

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