Mobilität der Zukunft neu und vernetzt denken

e-mobil BW startet Kommunen-Netzwerk

„Mobilitätswandel vor Ort@BW“

Stuttgart 17. Mai 2018

"Wir wollen die Kommunen bei der Umsetzung der Elektrifizierung und Digitalisierung tatkräftig unterstützen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Mobilität klimafreundlicher zu gestalten und einen verantwortungsvollen Umgang mit den immer komplexeren Datenströmen zu entwickeln. Kommunen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Die Kommune –Verwaltung und Politik – ist in vielerlei Hinsicht gefragt: stets als Planungsbehörde, meist als Netzwerker und Informationsanbieter, oft als Antragsteller, Umsetzer und Betreiber – und bisweilen auch als Förderer. Zahlreiche gute Beispiele unserer neuen Studie zeigen, dass sich proaktives Handeln auszahlt, um aus den Chancen des Mobilitätswandels einen kommunalen Standortvorteil abzuleiten", sagte Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive e-mobil BW GmbH, bei der Vorstellung der neuen e-mobil BW-Studie "Mobilitätswandel vor Ort - Elektrifizierung und Digitalisierung der Mobilität in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg" am Donnerstag (17. Mai 2018) in Stuttgart vor zahlreichen Vertretern aus Städten und Gemeinden aus ganz Baden-Württemberg.

Startschuss für ein neues Kommunen-Netzwerk: Mobilitätswandel vor Ort@BW

Die Vorstellung der neuen Studie gab gleichzeitig den idealen Rahmen für die Gründung des neuen Kommunen-Netzwerkes, das die e-mobil BW unter den Namen „Mobilitätswandel vor Ort@BW“ als Plattform für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Kooperation organisieren wird. "In unserem neuen Netzwerk finden Kommunen einen verlässlichen Partner, der ihnen dauerhaft über Projektlaufzeiten hinweg als Anlauf- und Kompetenzstelle zur Verfügung steht“, führt Franz Loogen die Mehrwerte des Netzwerks aus. Erstmalig werden für Kommunen die Themen Digitalisierung und Elektrifizierung zusammen betrachtet und nicht nur klassische Smart-City Ansätze diskutiert, sondern auch gezielt nach Lösungen für kleinere und mittlere Kommunen gesucht. Bei allen kommunalen Aktivitäten arbeitet die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive mit dem Gemeinde- und Städtetag eng zusammen, um Kräfte und Wissen wirksam zu bündeln und gemeinsam eine regionale Strategie zu entwickeln.

Elektrifizierung und Digitalisierung zusammen denken - im Netzwerk

„Wir müssen die Mobilität der Zukunft neu und vernetzt denken. Dabei reicht es nicht aus, nur einzelne Maßnahmen hintereinander zu entwickeln. Aus Sicht des Gemeindetages brauchen wir dringend einen Masterplan Mobilität, der unterschiedliche Maßnahmen miteinander verknüpft. Dazu gehört die Stärkung des ÖPNV, die verstärkte Förderung des Radverkehrs sowie eine öffentlichkeitswirksame Mobilitätskampagne, um den Individualverkehr in den Ballungsräumen zu reduzieren“, kommentiert Roger Kehle, Präsident und Hauptgeschäftsführer des Gemeindetages Baden-Württemberg den Start des neuen Netzwerks "Mobilitätswandel vor Ort@BW". „Daneben muss die Umrüstung der kommunalen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge, der Ausbau der Ladeinfrastrukturen in den Kommunen wie auch die intelligente digitale Verkehrssteuerung in den Fokus gerückt werden. So ein Maßnahmenbündel wird es uns ermöglichen, die zukünftigen Herausforderungen für die Mobilität zu meistern und gleichzeitig für sauberere Luft zu sorgen“, so Kehle weiter. Praktische Hinweise, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden können, liefert die neue e-mobil BW-Studie.

Studie: 4 Handlungsfelder und 68 Maßnahmen

Im Auftrag der e-mobil BW haben das Institut Stadt | Mobilität | Energie, Bridging IT und die Kanzlei Noerr die Studie „Mobilitätswandel vor Ort –Elektrifizierung und Digitalisierung der Mobilität in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg“ als praxisgerechte Handreichung konzipiert. In vier Handlungsfeldern – ÖPNV, Elektromobilität, Logistik und automatisiertes Fahren – werden 68 Maßnahmen beschrieben, mit denen Kommunen die vor ihnen liegenden Herausforderungen im Bereich der Elektrifizierung und Digitalisierung der Mobilität meistern können. Angesichts der Herausforderung, innovative Technologien in kommunale Planung und Umsetzung zu integrieren, enthält jede Maßnahme eine aktuelle rechtliche Bewertung, um den tatsächlichen Handlungsspielraum definieren zu können.

Das Fazit der Studie zeigt auf, dass Kommunen bereits heute das Handlungsfeld Elektromobilität aufgreifen und in die spezifische Umsetzung gehen sollten. Innerhalb der nächsten Jahre wird es in den Handlungsfeldern ÖPNV und Logistik vor allem in Ballungsräumen darum gehen, die Energieeffizienz und die Schadstoffvermeidung voranzutreiben – v. a. durch die Elektrifizierung und Vernetzung der Mobilitätsformen und Verkehrsträge

 

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